Ein Geschenk für Tarup

Sagt jemand, er oder sie  habe ein Geschenk bekommen, dann denkt man wohl immer, es handele sich um ein individuelles Geschenk, das nur ihr oder ihm gehört. Aber es gibt auch Geschenke, die mehreren zusammen gehören. So ein Gemeinschaftsgeschenk hat nun Tarup mit dem von mir bezeichneten „Beek-Park“, dem früheren Gelände „Naturnahes Spielen“  zwischen Ringstraße, Bahndamm und Tarup-Süd von der Stadt bekommen. Hier  ist den Landschaftsplanern ein kleines Juwel, ein aus meiner Sicht Gesamtkunstwerk gelungen. Als passionierter Fußgänger fällt mir sofort das Netz der geschwungenen Wege, die  sich nicht der Diktatur der Geometrie beugen. Zumindest auf den ersten Blick weiß man nicht so recht, wo sie anfangen und wo sie enden. Der Blick hat immer was zu tun. Die Wege sind hinlänglich auch für Radfahrer und Kinderwagen breit, ihr Untergrund  ist fest, aber trotzdem natürlich  und hat  durch den hellen Sand ein  augenfreundliches Aussehen. Aber es gibt noch viel mehr zu loben:

–         die Feuerstelle zum Grillen, die sich geheimnisvoll in die Sträucher schmiegt,

–         genug Bänke und Liegen laden zu Ruhepausen ein,

–         der kleine Rodelberg wird wohl erst im Winter, wenn es hoffentlich schneien wird, von kleinen und großen Kindern in Beschlag gelegt,

–         selbst an die Bienen ist mit einem „Hotel“ gedacht worden,  zwar nicht eins mit fünf Sternen, aber immerhin,

–         zwischen den Wegen hat man Inseln für Wildblumen gelassen, ein kleiner, wenn auch nicht ausreichender Naturschutz,

–         für Gesundheitsengagierte mit speziellen Themen gibt es Beete mit unterschiedlichen Materialien für eine Fußmassage,

–         bereits vorhandene Bäume und Sträucher hat man stehen gelassen, die dadurch den Eindruck eines Parks noch verstärken,

–         nicht in dieser Aufzählung dürfen der  von  Hubert Ambrosius selbst eingebuddelte Apfelbaum und der von Stefan Kleinschmitt gestiftete Nußbaum vergessen werden,

–         das Hunde-Auslaufgelände, vielleicht sinnvoll und notwendig, ist nach meinem Geschmack etwas zu festungsartig geraten.

Fazit: Ein großer Gewinn für Tarup, zumindest für Bürgerinnen und Bürger, die Natur grundsätzlich nicht erst nach einer längeren Autofahrt, sondern fußläufig vor Ort aufsuchen und genießen können. Vor kurzem wurde dort selbst ein Kindergeburtstag zur allgemeinen Freude gefeiert. Im Beek-Park liegt Potenz.