Der Koloß von Tarup

In der Antike zählten sieben Bauwerke zu den Weltwundern. Eines von ihnen war der Koloß  von Rhodos,  eine über 30 Meter hohe, monumentale Bronze-Statue. Ähnliches wird jetzt in gänzlich veränderter Form als kolossaler Wohnblock an der Kreuzung Norderlück-Taruper Hauptstraße gebaut. Auf einem Plakat liest man, dass hier „die neue Mitte in Tarup“ entstände, aber eher eine Festung wird, die Fremdes abwehrt. Zu dem Fremden gehören dann auch alle Taruper, die dort nicht wohnen. Mit diesem Koloß  hätte ich zwar noch leben können, wenn das Erdgeschoss mit einem Lebensmittelgeschäft, Cafe, Restaurant,  Post, Bankfiliale usw. öffentlich zugänglich gewesen wäre – was wiederum voraussetzt, dass diese öffentlichen Räume auch von Bürgern angenommen werden. Erst in dieser Einheit hätte Tarup eine wirkliche (im Sinne von „wirkend“) Mitte erhalten.

2 Gedanken zu „Der Koloß von Tarup“

  1. Herzlichen Dank für die Anteilnahme der Anwohner von Tarup und allen weiteren Mitmenschen die täglich kopfschüttelnd an diesem Wohnkoloß vorbeigehen. Nach knapp 45 Jahren wohnen in der “Mitte Tarup” hat man über die Köpfe der direkten Anwohner (hier sind die Eigenheimbesitzer und -bewohner gemeint) hinweg entschieden denen die Wohnqualität und darüber hinaus auch noch die 8 Gästeparkplätze von oberster Stelle von Flensburg, ja genau Sie Frau Lange sind gemeint, zu entziehen. In den Verkaufsprospekten von 1973/1974 wurde das Baugebiet “Tanneneck” angepriesen incl. “ausreichender Gästeparkplätze” und einem Gartenweg südlich der Grundstücksgrenze um auch den Bewohnern der Reihenhäuser einen Zugang zu ihren Grundstücken, direkt hinter dem ehem. EDEKA-Gebäude zu ermöglichen.

    Und genau hier beginnt die Krux und die Loyalität der damaligen Bauträger und der derzeitigen Führung in Flensburg.

    1.Die Stadt Flensburg hat die Gästeparkplätze an die Fa. Höft und Aye verkauft. Ebenso will niemand in der Baubehörde von Flensburg was von der Zusicherung der Nutzung des südlichen Zugangs zu den Grundstücken der ersten Reihenhausbewohner wissen. Hier besteht sogar schon ein Gewohnheitsrecht nach 45 Jahren. Ebenso steht die Nutzung des Weges in den alten, notariell beglaubigten Kaufverträgen drin.

    2. Nur zur Info: Der Bauträger / Bauunternehmer 1973/1974 war damals – oh wen wundert`s – die Fa. Höft. Ja genau der gleiche Unternehmer der jetzt den Eigenheimbesitzern der ersten Reihenhausreihe das Leben versaut! Dabei ist ja noch der ehrenwerte Herr Martin Aye nicht zu vergessen, der ja ein soo großes Herz für Tarup hat und aus diesem Grund diesen “Koloß” der sich selbstverständlich vom Baustil und Höhe super in den Ortskern einfügt.

    Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Reihenhausbesitzer dort interessierte Mitbürgern gerne mal zeigen würden wie sich das Leben im Schatten des “Kolosses” nachteilig verändert. Mal ganz abgesehen vom massiven Wertverlust. Ach ja, die Einfahrt in die Tiefgarage führt natürlich auch direkt an den Gärten der Häuslebesitzer vorbei.

    Freundliche Grüße

    Frank Geißler (Sohn von einer Anwohnerin die seit fast 45 Jahren dort wohnt)

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  2. Danke für diesen Kommentar,
    Direkt aus der Seele gesprochen,
    Die Mitte eines Lebensraumes führt zusammen zu Begegnungen und Gesprächen miteinander, dieser Wohnkoloss erdrücket nur

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