Es kam wie nicht anders zu erwarten

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Die 2. Änderung des Bebauungsplan “Groß Tarup westlicher Teil (255)” wurde mit 10 : 1 Stimmen von den Politikern angenommen. Ratsherr Hubert Ambrosius von der WiF stimmte als einziger dagegen. Dabei wären wir ja mit einer Begrenzung auf 3 Stockwerke + Staffelgeschoss zufrieden gewesen. Aber die Vorstellung,  dass man in Flensburg einmal zuwenig Wohnungen hätte, war der SPD zu erschreckend. Das wäre natürlich wohl der Fall, wenn man nur 4 Etagen hoch bauen würde. Nicht auszudenken, irgendwann würden dann ja ca. 20 Wohnungen fehlen. Ein Horror Scenario.

Ach da wäre noch Herr Rüstemeier, er war der Meinung, dass das Forum Tarup  die Bürger Tarups gegen jede Baumassnahme aufwiegelt. Genau, diese bösen Forumsmenschen. Sogar gegen den “Ayers Rock” haben sie gewettert, obwohl doch das Gemeindliche Einvernehmen für diesen wunderschönen Neubau dem Herzen Tarups erst den richtigen Glanz verleiht.
Und das neue Nahversorgungszentrum, schließlich wird damit den Tarupern der Einkaufsspaziergang zur Erhaltung der Gesundheit erst richtig nahe gebracht. Welche Fürsorge für die ältere Generation.
Übrigens, wir haben gehört, dass Herr Rüstemeier in den Landtag möchte. Hoffentlich gelingt es ihm, dann muss er sich nicht mehr so sehr über dieses Forum ärgern.

Interessant war auch, dass die Busse von Aktiv Bus für eine Befahrung des jetzigen Tastruper Weg zu groß sind. Da haben wir aber gestaunt, den Bäckerweg, den schaffen sie aber. Seltsam.
Somit ist aber sichergestellt, dass sich an der ÖPNV Situation in Tarup so schnell nichts ändert.

Das Beste an der Veranstaltung war der Vortrag über das Radeln auf dem Bahndamm. Ob dieser Ausschuss das umsetzen kann?

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3 Gedanken zu „Es kam wie nicht anders zu erwarten“

  1. kleiner Nachtrag: nach meiner Tour eben durch Tarup muss ich meine obige Aussage revidieren, Stefan es gibt derzeit keine 4-geschossigen Bauten in Tarup, selbst die von mir genannten sind “nur” 3 geschossig. ….na, da blüht uns ja etwas mit dem 5 Geschossen zzgl. Staffelgeschoss!

  2. Hallo Tarup,
    auch ich war gestern bei der SUPA anwesend und ja, selbstverständlich muss man übergreifende Solidarität und erhöhten Wohnungsbedarf in Flensburg mit den Bedürfnissen der lokalen Anwohner abwägen — schade nur, wenn man ständig das Gefühl hat, diesen Entscheidungen ohnmächtig gegenüber zu stehen und keinerlei Mitspracherecht zu geniessen.
    Ich möchte daher die oben beschriebene Sicht zur zukünftigen Bebauung in Groß-Tarup bestätigen und noch um 3 Aspekte ergänzen:
    – mich verwundert doch sehr stark, wie einfach rechtsverbindliche Festsetzungen (so bezeichnet die Stadt Flensburg ihre eigenen B-Pläne) an die sich alle Bauherren penibelst jahrzentelang halten müssen, im Sinne privatwirtschaftlicher (=SBV) sowie Verwaltungstechnischer Aspekte (=Steuereinnahmen und geförderter Wohnungsbau) aushebeln lassen!

    – auch wenn subjektiv betrachtet die gezeigten, vor allem 2- bis 4-geschossigen Staffelbauten gar nicht mal so schlecht aussehen und der SBV sicherlich kein schlechter Verein ist, gibt es freundlicherweise & im Rahmen der GRZ Vorgaben “gestalterischen Freiraum nach oben” (Zitat Hr. Römer) , also die Zusage zur besagten 5+1 Geschossigkeit. Da wird sich dann doch sicherlich die eine-oder-andere gestalterische Möglichkeit auftun, mehrere der mittlerweile auf über 280 angestiegenen Wohneinheiten (statt vormals 90!) auch höhergeschossig zu erstellen — man hat ja immerhin 34 Gebäude zur Auswahl. Damit entstünde dann auch ein wunderschöner Blick über die Bahn und in die Gärten nach Tarup-Süd hinein, bis hin zu den derzeit (meines Wissens) einzigen 4-geschossigen Häusern in der Kreuzkoppel und Zur Baumschule 30-33, aber auch zu den wunderbar erdrückenden 3+1-geschossigen Gebäudeblöcken nach Tastrup raus — toll;-).
    Komisch, solchen Spielraum hatte von uns hier keiner beim Bauen!

    – Letzlich, und dies hat mich am meisten gestört und an meinem Verständnis demokratischer Mitbestimmungsrechte gerüttelt, ist die Tatsache, dass ich noch nicht einmal einen Bescheid über meinen Einspruch erhalten habe! Stadt und Land preisen hier mit “BOB” eine Plattform für Stellungnahmen und somit Mitspracherecht an, und dann erhält man noch nicht einmal eine Mitteilung, sondern erfährt dieses eher “zufällig hintenrum” während einer Städtischen Ausschuß Sitzung. Wo ich dann auch erfahre, dass die Würfel schon längst gefallen sind und nur noch formal abgenickt werden muss, was Stadt und SBV doch so Gutes für uns wollen. Das ist für mich ein demokratischer Offenbarungseid und ein klares “no-go” — denn damit ist jegliche Möglichkeit der Bürgerbeteilung auch zukünftig und von vornherein ausgehebelt.

    Nun ja, was lerne ich daraus?
    => die Verwaltung will also nicht, dass lokale Interessen berücksichtigt werden und entscheidet nach gusto der Partei-Oberen und Ausschuß- bzw. Ratsfrauen &-herren.
    Zuversichtlich stimmt mich dann doch immerhin, dass dann vielleicht ja doch noch einmal in diesem Jahrzehnt ein Bus nach Hochfeld fährt 🙂 denn nun ziehen ja rund 1.000 Personen mehr nach Groß-Tarup als vormals geplant – – und zudem stehen ja schon 2 (! Stichwort B-Plan 257..höre & staune!) weitere Baugebiete in Tarup zur Planung an — lassen wir uns also auch zukünftig überraschen, was da so “für uns” geplant wird.

    Freundliche Grüße,
    Stefan Hufe

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