Bebauungsplan “Groß Tarup – K 8” (Nr. 272)

Der Planentwurf lag vom 24.11.2014 bis 02.01.2015 in Flensburg, Technisches Rathaus, Am Pferdewasser 14, Hauptgeschoss, während der Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr öffentlich aus.

Hier finden Sie die Details: Ratsinformationen

Wir haben diese Stellungnahme dazu abgegeben

3 Gedanken zu “Bebauungsplan “Groß Tarup – K 8” (Nr. 272)”

  1. Unabhängig von der Frage der Fertigstellung des letzten Bauabschnittes der K 8 (, der entbehrlich erscheint, da eine Anbindung faktisch bereits heute über den Tastruper Weg realisiert ist,) steht eine Schwächung Klein- und mittelständischer Unternehmen, die aus Sicht des Stadtteils in ihrem Bestand in jedem Falle geschützt werden müssen, nicht zu befürchten, da Kunden nach wie vor über die Taruper Hauptstraße (Landesstraße 21) anfahren werden, um die jeweiligen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

    Als positiv empfinde ich den Charakter der K 8 als Umgehungsstraße für den Stadtteil, der mittelfristig womöglich eine Verkehrsentlastung der Taruper Hauptstraße (und damit auch mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger) bringen wird.

    Anwohnern ist die hohe Verkehrsmenge auf der L 21 (lt. Statistik aus dem Jahre 2010 bis 7.200 Kraftfahrzeuge pro Tag (=300 Kfz/Stunde, sonstiger Verkehr als gänzlich unberücksichtigt) schon länger ein Dorn im Auge. Die morgendlichen Staus auf der L 21 in Höhe der Schule Adelby/Ringstraße (Doppelampel!) könnten sicherlich sinnvoll vermieden oder zumindest abgemildert werden.

    Allerdings gefährdet der weitere Ausbau der K 8 die letzten, noch innerhalb der Stadtgrenzen existierenden, bäuerlichen Betriebe, die ebenfalls ein Stück der Lebensqualität des Stadtteils und dessen nach wie vor eher ländliche Prägung ausmachen. Gerade die noch eher dörfliche Anmutung Tarups ist Bestandteil seiner Attraktivität für junge Familien und seines Naherholungswertes.

    Aber auch aus finanziellen Gründen erscheint ein weiterer Ausbau daher mehr als fraglich.

    Vielleicht könnte die Stadt die dafür notwendigen Finanzmittel an anderer Stelle sinnvoller einsetzen, z.B. um den Stadtteil Tarup (inklusive der Gebiete Hochfeld, Tarup-Südost, Groß-Tarup und evtl. sogar Sünderup) als Stadtteilgemeinschaft am südöstlichen Stadtrand zu etablieren.

  2. Toll, dass jemand mit diskutiert!
    Hallo Thomas, dies als eine Antwort auf deinen Kommentar.
    Eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung ist ohne begleitende Massnahmen sicher nicht sehr wirkungsvoll.
    Ich habe für mich selbst festgestellt, dass die automatischen Anzeigen, wie schnell ich tatsächlich fahre, mich doch immer zum langsameren fahren animieren.
    In Dänemark findet man das sehr oft und das wäre eine gute Ergänzung.
    Wozu K8? So wie es jetzt ist kann es bleiben. Wer es eilig hat, der kann über den Tastruper Weg zur K8 fahren, was ja auch schon genutzt wird.
    Bringt man den Ausbau der K8 und das Einzelhandelskonzept zusammen, dann bedeutet das, das Ende für die Einzelhandelsgeschäfte in Tarup.
    Ich kann verstehen, dass Ihnen ein Supermarkt direkt vor der Tür gefallen würde. Es gefällt Ihnen sicher auch, dass für den täglichen Bedarf ein Tante Emma Laden, der auch noch die Möglichkeit der Post und anderes bietet, der Klosterbäcker, die Apotheke sowie sonstige Kleinunternehmen in Tarup tätig sind. Denen entziehen Sie mit der Zustimmung zum Ausbau der K8 und eines Großmarktes nun einfach eine Grundlage der weiteren Existenz.
    Ich finde, wir sollen und müssen uns der Verantwortung für die Nachhaltigkeit unserer Taruper Kleinunternehmen stellen.
    Es gibt Großmärkte in ausreichender Anzahl in der näheren Umgebung, welche Sie sicher schon jetzt nutzen.
    Am ehemaligen Edeka Markt könnte ein kleiner Nahversorger entstehen, etwas größer als der jetzige Tante Emma Laden und das ist es was wir in Tarup brauchen.
    Das ist dann auch noch sehr zentral im Ort.
    Ein Großmarkt an einem Ende vom Ort wird für die Bürger am anderen Ende trotzdem eine Autofahrt sein, was einer Verkehrsberuhigung oder Reduzierung entgegen steht.
    Ich freue mich auf weitere Kommentare und Diskussionen.
    Das zeigt, dass Tarup lebt und nicht nur zum schlafen gedacht ist.

  3. Hallo;
    Ich wohne nun seit fast zwei Jahren hier in Tarup und bin mit der hier existierenden Verkehrssituation und Nahversorgung alles andere als zufrieden.

    Ihre Stellungnahme bzgl. des Ausbaus der K8 habe ich gelesen, muss aber sagen, dass ich nicht allen genannten Punkten zustimmen kann. Ich möchte im folgende meine Gedanken niederschreiben und zur Diskussion stellen.

    Ich stimme mit ihnen ein, dass es dringend notwendig ist die Taruper Hauptstraße auszubauen und auch für Fahrradfahrer und Fußgänger sicher zu machen. Ich habe eine Tochter die jeden Morgen von Ende Tarup bis zur Schule läuft und würde mir wünschen wenn dieses auch auf einem sicheren Gehweg mit sicheren Übergängen geschehen könnte.

    Eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung von 30Km/h halte ich zwar für sinnvoll, aber es zeigt sich jetzt schon, dass ein Großteil der Autofahrer die schon bestehende Beschränkung von der Klosterbäckerei bis zur Baumschule ignoriert. Auch der Straßenteil von der Bahnbrücke bis zum Ortsausgang Richtung Husby wird eher als „eine Rennstrecke“ als „eine Straße in einer geschlossenen Ortschaft“ betrachtet!

    Eine wirkliche Verkehrsberuhigung hingegen kann in meinen Augen nur stattfinden, wenn man die Masse am Verkehr gar nicht erst „durch“ Tarup führt sondern an Tarup „vorbeiführt“. Deshalb halte ich die K8 für sinnvoll zu mal die Taruper Hauptstraße trotzdem für den Verkehr von Husby kommend befahrbar bleibt. Also wer durch Tarup fahren möchte kann es trotzdem machen.

    Ob durch den Ausbau der K8 die Existenzen der wenigen Einzelhandelsgeschäfte gefährdet sind kann ich nicht beurteilen. In meiner Vorstellung wird aber der der zum Bäcker möchte auch zum Bäcker fahren und wird somit den Weg durch Tarup wählen und nicht die K8 weiter befahren.

    Auch halte ich den Ausbau der Nahversorgung für zwingend erforderlich. Warum man sich aber gegen einen Neubau eines Großmarktes wehren soll erschließt sich in meinen Augen nicht. Wahrscheinlich ist doch, dass es in Tarup selbst (alter Edekamarkt) keinen neuen Einkaufsmarkt geben wird weil dieser Standort den gestiegen Anforderungen nicht entsprechend ist (Größe, Parkplätze usw.). Auch den von der Stadt Flensburg ausgeschriebenen Standort am Kindergarten (Hochfeld) halte ich für falsch und er scheint auch nicht interessant zu sein. In meinen Augen wäre es sinnvoll eine neuen Markt am Ortausgang in Richtung Husby oder zwischen Schule und Adelbybek zu bauen.
    Warum sollte an einem neuen Standort keine Bürgerbegegnung entstehen? Ich sehe es so, dass dann dort eher eine Begegnung stattfinden wird, da der Großteil der Taruper Bürger diese Einkaufgelegenheit nutzen wird und nicht mehr in die anderen Stadtteile fahren muss.

    Ich würde mich freuen, ein Feedback zu erhalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas

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