Eddy und Hanna

An der Beek ist man nicht nur in schöner Natur, sondern man lernt  viele interessante Menschen, genauer Hundehalterinnen und Hundhalter, aber auch viele interessante Hunde kennen. Von ihnen stelle ich zwei vor, Eddy und Hanna. Warum gerade diese beiden?

Jeder für sich verkörpert gewissermaßen in Reinform die zwei entgegengesetzten Möglichkeiten eines Hundecharakters: Eddy, ein junger Labradorrüde, ist voller ungezügelter Lebenskraft und -freude, draufgängerisch, spontan, kurz: reine Natur. Sieht er mich, kommt er mit höchster Geschwindigkeit angerast und rennt mich, wenn ich nicht aufpasse, fast über den Haufen. Er lebt seine Gefühl uneingeschränkt aus, ein liebenswerter Chaot.

Hanna, eine Königspudeldame, ist im Auftreten und Verhalten wahrhaft königlich: vornehm, diszipliniert, souverän, immer selbstkontrolliert,  nur einem Ziel dienend, ihrem sehbehinderten Herrchen das Laufen so leicht wie möglich zu machen, kurz: perfekte Kultur. Sieht mich Hanna, nimmt sie mich zwar wahr, aber fast unmerklich. Sie ist eben introvertiert.

Ich will damit nicht sagen, dass die vielen anderen Hunde weniger interessant und liebenswürdig  sind, aber eben nicht so einseitig ausgestattet wie Eddy und Hanna.

Übrigens denke ich im tiefsten Innern, dass zwischen Hund und Mensch keine entscheidenden Unterschiede bestehen. Und, wenn das stimmt, könnte man wagen, ebemfalls zwischen Menschen diese zwei Grundformen auszumachen.

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