Nahversorgung die II

Am 07.05.2015 fand in der Marineschule Mürwik die öffentliche Ratsversammlung der Stadt Flensburg statt.
Eröffnet wurde die Versammlung vom Gastgeber, Herrn Kapitän zur See Joop. Herr Joop ist Taruper Bürger und war sehr gespannt auf den Punkt 13 der Tagesordnung, der Abstimmung über das Gesamtstädtische Einzelhandelskonzept Teilfortschreibung II.
In Sachen Tarup hat sich nur ein einziger Ratsherr kritisch (Herr Ambrosius) zu Wort gemeldet. Er hat auf den Versorgungsmisstand in Tarup deutlich hingewiesen und den Oberbürgermeister aufgefordert den Tarupern bei seinem Stadtteilbesuch eine Lösung für diese 5jährige Saga zu präsentieren.

Stellungnahmen der Parteien SPD, Bündnis 90 Grüne, SSW, FDP und Die Linke  zu den Taruper Belangen des Konzeptes gab es keine.

Herr Rüstemeier von der CDU wollte sicherstellen, dass in Tarup keine Legenden gebildet werden. Er wies daraufhin, dass im Stadtteil Tarup Bereich Hoffeld ein Versorgungszentrum 2.Ordnung auf Grundlage eines Verträglichkeitsgutachtens entstehen kann.  “Die Schaffung eines kleinflächigen Nahversorgungsangebotes im Zentrum Tarups ist wünschenswert und sinnvoll.  Das ist mehr als im bisherigen Konzept drinsteht. Insofern ist es eine Verbesserung für den Standort Tarup. (dramatische Veränderung). Dass es sich bei der Durchführung als schwierig erwiesen hat jemanden zu finden, der diese kleinteilige Fläche auch bewirtschaftet, wissen alle sehr gut. Das ist nicht unbedingt in unserer Hand hier eine Änderung herbeizuführen.”

Ich empfinde diese Darstellung von Herrn Rüstemeier einfach unglaublich. Da sucht man jemanden, der diese Fläche bewirtschaftet und erklärt ihm gleichzeitig, dass ein Versorgungszentrum 2. Ordnung in seiner Nähe entstehen kann.
Frei nach dem Prinzip – möchten Sie gerne Harakiri begehen.

Herr Rüstemeier, das ist keine Legende sondern seit 5 Jahren gelebte Vorgehensweise des Rates der Stadt Flensburg.

Das Konzept wurde mit 22 Jastimmen beschlossen.

Vielen Dank.

5 Gedanken zu “Nahversorgung die II”

  1. Für das Taruper Treffen am 7.7.2015 hat Herr Aye zugesagt. Dann werden wir wohl mehr über den Status des alten Edeka Geländes aus Sicht des Investors erfahren.

  2. Im Jahr 2011 hatte Tarup bereits 4121 gemeldete Einwohner und im Jahr 2014 bestätigte sich, dass Tarup der schnellwachsenste Stadtteil Flensburgs ist. Wenn ein bekannter Lebensmitteldiscounter seine Pforten schließt mit der Begründung Tarup rechnet sich nicht aufgrund der Konkurrenzlage sollte dieser Discounter wohl eher sein Geschäftskonzept überdenken denn die Kaufkraft ist definitiv vorhanden in unserem schönen Ort. Zum Zweiten kommt dazu, dass in Tarup auch viele ältere Menschen wohnen die sich kein Auto leisten können. Aber wer auch von den Jüngeren hat schon Lust wegen einer Briefmarke zur Hauptpost zu fahren? Oder wegen einem Liter Milch nach Engelsby? Nun gut, es scheint dass wir hier mit diesem Status leben müssen. Insofern kann man sich nur vor wagemutigen Kleinunternehmern bedanken, die aus der Not eine Tugend geschafft haben und uns Taruper mit Postservice, Bäckerei und Reinigung sowie den nötigsten Dingen des Lebens versorgen. Solch ein Geschäft sollte steuerlich subventioniert werden bei soviel Mut.

  3. Zu Klaus Preil-Nahversorgung die II.
    Sehr richtig, bin sehr gespannt auf die nächste Bürgermeisterwahl!!
    Ob sich dann noch jemand an diese Klüngelei erinnert??
    Wir werden es erleben.

  4. warum sind alle so erstaunt, von der Flensburger Ratsversammlung war und ist sicher nichts
    Anderes zu erwarten, ausser Klüngel hält zu Klüngel. Nicht vergessen, bald wird wieder ein Bürgermeister gewählt, hoffentlich dann einen Richtigen!

Kommentare sind geschlossen.